Was macht eine Shoring-Zusammenarbeit produktiv? Nähe durch Kommunikation und Vertrauen.

Interview geführt von Ivana Mojžišová

Die Zusammenarbeit zwischen Ladislav Guniš, Service Unit Leader, Service Delivery Center (SDC) Bratislava, Slowakei, und Benjamin Joseph Sarile, Senior Software Developer, SDC Manila, Philippinen, beweist: Man kann effizient und erfolgreich kooperieren und kommunizieren, auch wenn man sich gar nicht persönlich kennt. Erfahren Sie mehr über ein Projekt, das von zwei Ländern aus durchgeführt wurde, zwischen denen Tausende von Kilometern liegen.

Ladislav, Benjamin, könnt ihr uns erklären, was für ein Projekt euch beruflich zusammengebracht hat?

Benjamin: Seit etwa fünf Monaten arbeiten wir gemeinsam an einem Projekt für einen grossen schweizerischen Kunden, der international vertreten ist. Unsererseits ist das Projekt nun abgeschlossen.

Ladislav: Drei ERNI-Standorte waren in die Bereitstellung der Front-End- und Back-End-Schnittstelle einbezogen – Teams aus Manila, Bratislava und Zürich. Das Projekt war also eine Riesenherausforderung.

Wie kann man sich die Zusammenarbeit zwischen Menschen vorstellen, die Tausende von Kilometern trennen?

Ladislav: Zunächst erfordert eine solche Zusammenarbeit sehr gute Kommunikationsfähigkeiten. Ausserdem müssen die Aufgaben klar verteilt sein. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich für die gesamte Systemarchitektur und die Koordination eines Teams aus vier Ingenieuren in Bratislava zuständig war. Es bestand eine ausgeprägte gegenseitige Abhängigkeit, da ERNI Slowakei das Server-Back-End entwickelte, ERNI Philippinen wiederum das Front-End.

Benjamin: Diese beiden Schnittstellen mussten kommunizieren und aufeinander abgestimmt werden. Ich für meinen Teil war für die Architektur verantwortlich, die von einem sechsköpfigen Team aus vier Entwicklern und zwei Testern in Manila bereitgestellt wurde.

Sind persönliche Treffen und Absprachen nicht möglich, kann das eine Herausforderung sein. Wie habt ihr während des Projekts kommuniziert?

Benjamin: Unsere Zusammenarbeit basierte auf dem Scrum-Prinzip. Dinge wie regelmässige Teamplanungen, Überprüfungen und dergleichen erfolgten per Videoanruf.

Ladislav: Zudem haben wir mindestens einmal wöchentlich, wenn nicht öfters, mit Benjamin alles geklärt, was offen stand.

Ergaben sich im Zuge des Projekts besondere Herausforderungen?

Ladislav: Jeder Tag war von Herausforderungen geprägt, da sich die Schnittstelle zwischen beiden Software-Elementen im Hintergrund viel änderte.

Benjamin: Entscheidend war, sich auf ein Format zu einigen, das beide Seiten verstanden. Es war für uns beide eine tolle Erfahrung.

Was schätzt ihr aneinander am meisten nach diesem Projekt?

Benjamin: Ich schätze besonders die technische Führungsstärke von Ladislav. Er hat uns gezeigt, wie man API-Definitionen richtig dokumentiert und wie man koordiniert. Ausserdem agiert er proaktiv und ist immer verfügbar.

Ladislav: Trotz verschiedener Zeitzonen war Benjamin verfügbar und legte eine positive Einstellung an den Tag, indem er sich an unsere Abmachungen hielt. Die Einstellung eines Menschen ist sehr wichtig, insbesondere wenn man ihn nicht persönlich kennt.

Inwiefern hat der Kunde in euren Augen speziell von eurer Zusammenarbeit profitiert?

Beide: Zunächst durch das grössere Fachwissen, da das Team in Manila einen anderen Erfahrungshintergrund hat als das in Bratislava. Die Teams haben in unterschiedlichen Bereichen gearbeitet und dabei andere Technologien genutzt und andere Kunden bedient. Neben Kostenvorteilen können auch die verschiedenen Zeitzonen ein Plus sein: Wenn ein Teammitglied in Bratislava aus dem Projekt aussteigt, kann das Team in Manila aufholen und weitermachen, während es in Bratislava Nacht ist.

Infobox

Wir haben vier Service Delivery Center in Barcelona (Spanien), Bratislava (Slowakei), Klausenburg (Rumänien) und Manila (Philippinen), die unseren Kunden Dienstleistungen hoher Qualität anbieten. Die langjährige Erfahrung im Betrieb dieser Shoring-Standorte ist der Grundpfeiler unserer hervorragenden Dienstleistungen. Mehr als 200 Ingenieure arbeiten an den Projekten für unsere Kernmärkte.